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Sole einatmen.

Salz. Sole. Atmen.

Gradierwerk und Solequelle

Das Einatmen der Aerosole – so heißen die feinen Salzwassertröpfchen am Gradierwerk – beugt Atemwegs- und Erkältungskrankheiten vor. Es regt die Durchblutung der Lunge an und reinigt sie.

Die Solequelle

Das Gradierwerk im Solegarten St. Jakob wird als Anlage zur Solevernebelung betrieben. Die Solequelle befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Gradierwerk. Aus über 500 Meter Tiefe wird das iodhaltige Heilwasser hochgepumpt und durch eine unterirdische Leitung zum Gradierwerk befördert.

Hier sorgt die technische Anlage dafür, dass das Wasser von oben am Schwarzdorn herunterläuft. Über der Solequelle wurde ein Pumpenhaus aus Holz gebaut. Die Sitzmöglichkeiten laden mit Blick in den Solegarten St. Jakob zum Verweilen ein.

Das Gradierwerk

Ein Gradierwerk (auch Leckwerk) ist eine Anlage zur Salzkonzentration. Sie besteht aus einem Holzgerüst, das mit Reisigbündeln (vorwiegend Schwarzdorn) verfüllt ist.

Das Verb „gradieren“ bedeutet, „einen Stoff in einem Medium zu konzentrieren“. Im Falle eines Gradierwerks wird der Salzgehalt im Wasser erhöht, indem Sole durch das Reisig hindurchgeleitet wird. Dabei wird auf natürliche Weise Wasser verdunstet. Häufig werden Gradierwerke fälschlicherweise als „Salinen“ bezeichnet. Eine Saline ist allerdings eine Anlage zur Gewinnung von Speise- und Siedesalz, entweder mit Meerwasser oder aber durch unter Tage hergestellter Sole.

Im Juli 2019 ist das Gradierwerk mit 3 % Salzgehalt erstmalig in Betrieb genommen worden. Ab September 2019 wurde der Salzgehalt auf 15 % hochgradiert.

Was ist das Besondere in Kevelaer?

Das Gradierwerk in Kevelaer ist durch seine Muschelform und die damit verbundene Begehbarkeit einzigartig. Es ist 12 Meter hoch und hat einen Durchmesser von ungefähr 25 Metern. Die sichtbare Holzrahmenkonstruktion ist aus Lärchenholz gefertigt. Das Solebecken wurde mit einer speziellen Beschichtung versehen, damit die Sole nicht den Beton angreift und in den Boden gelangt. Das Füllmaterial für die Holzrahmenkonstruktion ist Schwarzdorn. Geerntet wird Schwarzdorn stets im Herbst. Da es nur wenige Produzenten von Schwarzdorn in Europa gibt, wurde dieser für das Kevelaerer Gradierwerk in Polen geschnitten. Die Bedornung für das Bauwerk dauerte mehrere Monate. Der Bedorner musste dabei zügig arbeiten, da Schwarzdorn durch Austrocknung an Masse verliert.

Im Sommer ist es im Inneren des Gradierwerks bis zu 8 Grad kühler.

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